00:00:00: DECA Institutionell Assets and Values, der Podcast für institutionelle Anleger.
00:00:05: Settlement T-plus eins – Der schnellere Abwicklungszyklus für Europa.
00:00:09: Wie Sie sich auf die Umstellung der Prozesse vorbereiten besprechen Thomas Herbst Head of Trading DECa Guido Müller Leitermiddle Office DECah und Jörg DeBee Leiter Investment Services DECar.
00:00:20: Settement T-Plus Eins – Der Schnellere Abwickelungszyklos für Europa.
00:00:24: Mehr dazu in dieser Folge von DK Institutionel Assets & Values.
00:00:30: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von DECA-Institutionell Assets and Values.
00:00:34: Heute sprechen wir über eine Veränderung im Handel und der Abwicklung von Wertpapieren, die weitreichende Anpassungen in den Prozessen von Anlegern, Banken und Assetmanagern erfordert.
00:00:46: Es geht um die Umstellung Settlement T plus eins.
00:00:50: Ab Oktober, siebenundzwanzig soll die Belieferung von Transaktionen nicht mehr wie bisher üblich innerhalb von zwei oder drei Tagen nach Transaktion erfolgen sondern bereits am drauf folgenden Tag.
00:01:02: Herr DB als Leiter Investment Services haben Sie einen Überblick über die gesamte Wertschöpfungskette des Wertpapiergeschäfts?
00:01:10: wo liegen überall die Herausforderungen?
00:01:12: welche Herausforderungen sind zu meistern damit T plus eins Wirklichkeit werden kann?
00:01:17: Ich denke, man kann als erstes sagen, dass die Umstellung T plus eins in Europa ein Meilenstein aber auch ein Kraftakt für die gesamte Finanz- und Assetmanagementindustrie ist.
00:01:27: Die Komplexität kommt auf der einen Seite aus der Fragmentierung des europäischen Marktes heraus mit den verschiedenen Juristiktionen, aber auch aufs anderen Seite aufgrund der Vielzahl von Playern, die es zu synchronisieren gibt etwa Zentralverwarra, Regulatoren oder Börsen über Europa hinweg.
00:01:44: Im Kern geht es bei der Umstellung T plus eins ja um nicht weniger als eine Verkürzung der Abwicklungszeit von bis zu zwei oder drei Tagen, wie sie gesagt haben auf nunmehr einen Tag und dabei eine valuten Synchronisierung zwischen Stücken also der Wertpapier-Seite und der Geldseite zu erreichen, um einem höhere Markteffizienz am Ende zu erzielen.
00:02:03: Diese Verkürdigung hat Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette des Trades und erfordert dabei weiter noch eine höhere Automatisierung und Standardisierung im gesamten Markt.
00:02:12: Da die Umstellung nicht erst im Oktober, April oder September beginnt ist es wichtig sich frühzeitig alle Prozesse anzuschauen und eine Revision zu unterziehen.
00:02:21: Denn bereits in Dezember zwanzig sechsundzwanzig werden die ersten Umstellungsschritte erfolgen.
00:02:27: Die Implikationen sind klar – alles wird schneller, effizienter und riesigen werden im Markt reduziert!
00:02:34: Herr Herbst als Head of Trading haben Sie die Umstellungen auf Settlement T-plus eins für die Märkte Nordamerikas, also die USA und Kanada bereits im Jahr zwölf Jahre vollzogen und ihre Prozesse entsprechend adjustiert.
00:02:49: Was sind für Sie die Motivationen und Vorteile, die diese Umstellung mit sich bringt?
00:02:53: Nach meiner Einschätzung ist der wesentlicher Treiber dieser Umstellung die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Marktes.
00:03:01: in Richtung USA schauen auch dort ist das Settlementszyklus schon auf T plus eins verkürzt worden Und der US-amerikanische Aktienmarkt ist ungefähr zehnmal so groß wie der gesamte Handel in Europa.
00:03:17: Wenn wir in die andere Richtung schauen, Richtung Asien, ist vielleicht Indien ein gutes Beispiel, wo heute auch schon die Wertpapiergeschäfte T plus eins gesettelt werden – wenn technisch möglich!
00:03:29: Ist auch heute schon das Sellement T plus null dort möglich?
00:03:34: Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in Europa ist daher die Anpassung von T plus eins nach meiner Einschätzung unerlässlich.
00:03:43: Wir reduzieren Risiken im Prozess, wir schaffen schneller Liquidität.
00:03:49: Wir haben effizientere und robustere
00:03:51: Prozesse.".
00:03:52: Bei Ihnen im Handel findet nun die Transaktion statt.
00:03:55: Welche Auswirkungen hatte die Umstellung T plus uns denn auf die Abläufe in Handel?
00:04:01: Welche Prozessen mussten Sie
00:04:02: anpassen?".
00:04:03: Ja zuallererst ging es natürlich darum unser Handelssystem auch abends länger live zu halten.
00:04:10: Das heißt, wir müssen sicherstellen dass auch abends bis kurz nach dreihnzwanzig Uhr Geschäfte verbucht werden können.
00:04:17: Der zweite Prozess war natürlich die automatisierte Order-Weiterleitung an den Markt der automatisierten Verbuchung der Geschäften und auch dem automatisierenden Transport dieser verbuchten Geschäftel ins Mitteloffice damit dort auch dann die Geschäfter abgeglichen werden können mit dem Brokerbestätigung die sogenannten Settlementswifte an die Verwarstelle geschickt werden können oder auch an DTCC, die FMation gesandt werden kann.
00:04:44: Ja nach dem erfolgreichen Trät sind wir im Mitteloffice der beteiligten Handelsparteien.
00:04:50: hier erfolgt die Near Time Überprüfung der Handelsdaten auf Vollständigkeit und Richtigkeit und danach gibt es zwei Möglichkeiten entweder werden direkt die Instruktionen fürs Settlement gegeben Abstimmung mit dem Frontoffice gehalten werden.
00:05:07: Herr Müller, Sie leiten das Mitteloffice bei der DK?
00:05:09: Das hört sich potenziell nach einer Menge erweitern!
00:05:12: In der Tat – wir sind als Mitteloffices die operative Schnittstelle zwischen verschiedenen Playern von der Formseite, Formmanagement Trading Desk, die ganzen Broker-Kontrahenten-Seite aber auch die Verwarstellen und fremde KVG'n.
00:05:28: Wenn man sich vorstellt, dass die Trädabstimmung jetzt mit allen Playern am selben Handelstag stattfinden muss ist das natürlich eine Reduktion um die Hälfte der Bearbeitungszeit, die wir derzeit noch zur Verfügung haben.
00:05:41: Unsere operativen Prozesse sind allerdings seit Jahren hoch standardisiert.
00:05:45: gerade auch im T-plus eins USA Umfeld konnten wir nochmal stabilisieren und standardisieren Und bilden da eine effiziente und sehr gute Basis für die anstehenden Aufgaben.
00:05:54: jetzt im T plus eins Umfeld für Europa.
00:05:57: Wir werden im Rahmen der Umsetzungsarbeiten unsere hohe Arbeitsqualität und unsere hohen Prozessqualität punktuell entsprechend noch weiter optimieren.
00:06:07: Das betrifft vor allen Dingen die Zusammenarbeit zwischen unseren Handelseinheiten und den Prokern, hier geht es vor allem darum dass wir fast unausweichlich eine hundertprozent Quote von korrekten Ausführungsdaten erhalten um sie dann entsprechend korrekt weiter zu bearbeiten.
00:06:21: Und damit sind wir auch schon in Backoffice beziehungsweise an der Verwarstelle angekommen.
00:06:27: Auch hier müssen Prozesse nun deutlich schneller koordiniert werden.
00:06:31: Absolut korrekt!
00:06:32: Und auch hier geht das nur mit einer weiteren Standardisierung und einer weiteren Automatisierung.
00:06:37: Auch wenn wir heute schon in der Abwicklungsrate von über ninety-fünf Prozent am Valuta-Tag haben, arbeiten wir intensiv daran die Prozesse weiter zu synchronisieren zwischen der Wertpapierseite und der Cashseite um den verkürzten Zeitschienen entsprechend zu können.
00:06:50: Wenn wir die Instruktion aus dem Mitteloffice erhalten dann wird die Verwarstelle eben entsprechend in die Rolle kommen und agiert daran um die Zahlung und die Lieferung entsprechend ausführen zu können von Buchhaltung.
00:07:02: Das Ganze hat dann auch wiederum Auswirkungen auf das Reporting,
00:07:05: d.h.,
00:07:05: wir haben zukünftig schneller effizienter ein aktuelles Bild was für den Portfoliomanagement im Gesamtportfolio zur Verfügung stellen können.
00:07:12: D.h.
00:07:13: ich bin schneller weiß schneller über meine riesigen
00:07:15: Bescheid?
00:07:16: Exakt!
00:07:16: Herr Müller Sie haben ja die T-plus eins Umstellung bereit für USA und Kanada vollzogen und entsprechend profitieren heute ihre Anleger von ihrer Expertise in solchen Großprojekten.
00:07:28: Was macht die Decker denn besonders stark?
00:07:30: Ja, vor allen Dingen dass wir eine sehr große Erfahrung darin haben Post-Aid Prozesse zu verbessern und zu optimieren.
00:07:35: Zu automatisieren und zu beschleunigen.
00:07:37: Wir nutzen dazu eine am Markt sehr akzeptierte Softwarelösung von OmgOdTCC für das Confirmation Handling und die Settlement Instruktionen an die Verwarstelle.
00:07:48: Wir haben aufgrund unserer Größe und Solidität absolut die gute Basis Change Prozessen nach vorne zu bringen mit einem unwahrscheinlich großen Netzwerk ausgestattet.
00:08:03: Das sind auf der Brokerseite circa hundert Adressen, das sind über zehn Verwarstellendadressen.
00:08:09: Zehn Fremdkvg'n und achtzig externe Assetmanager die wir täglich im operativen Prozess inkludieren, mit denen wir gemeinsam Erfahrungen sammeln und jetzt auch nach vorne gehen werden.
00:08:19: Und insofern werden wir dafür sorgen dass die Settlementwege eben am selben Tag noch richtig zur Verfügung stehen die ganzen Geschäfte erfüllt werden.
00:08:29: Großes Netzwerk, beste Voraussetzung für eine schnell funktionierende Umstellung!
00:08:34: Herr DB was sind aus Ihrer Sicht denn die größten Herausforderungen für die Anleger?
00:08:39: Wir wissen auch aus der schon erwähnten Umstellung USA und Kanada heraus, dass bei vielen institutionellen Anlegern die Gelddisposition immer noch relativ manuell erfolgt.
00:08:48: Das heißt an vielen Stellen ist es schon heute unter T plus zwei manchmal eine Herausforderung auf der Cashseite beim Kunden – und dafür wollen wir die Anleger gerade im Rahmen der Umstellung T plus eins sensibilisieren!
00:08:59: Es bedeutet dann ein Beispiel gesagt Wenn ich ein Wertpapier oder eine ETF kaufe, muss sich in der Zukunft das Geld entsprechend auch wirklich T plus eins zur Verfügung stellen damit die Abwicklung auf der verkürzten Zeitschiene reibungslos funktionieren kann.
00:09:12: Es ist ja denn man kauft außerhalb eines organisierten Marktes und nimmt damit auch den entsprechenden Risiken als Anlege entkauf.
00:09:18: aber das ist ganz klar nicht unser Ansatz.
00:09:20: Wichtig es geht darum Risiken zu reduzieren.
00:09:23: vielen Dank für den Einblick in die Vorbereitungsarbeiten zu Umstellungen, die bei der DECA bereits angelaufen sind.
00:09:30: Welche Botschaften möchten Sie denn Ihren Kunden und Anlegern abschließend mitgeben zur Umstellung auf T-plus eins?
00:09:37: Vielleicht starten wir noch mal entlang der Prozesskette eines Trades im Handel.
00:09:42: Herr Herbst!
00:09:42: Ich denke unsere Investitionen und Prozessoptimierung, die wir bereits geleistet haben bei der Umstellung T-Plus Eins in den USA, haben die Voraussetzungen dafür geschaffen dass wir auch T-plus eins in Europa im Handelsprozess erfolgreich umsetzen können.
00:09:57: Ein Punkt, der mir aber noch auf dem Herzen liegt und der primär unsere Portfoliomanager betrifft ist das sogenannte Funding App.
00:10:07: Der Fond bekommt zukünftig seine Mittelzuflüsse verbucht an T plus zwei oder T plus drei.
00:10:14: Der Portfolio Manager wird die Mittelzuflüße investieren und muss diese dann an T-plus eins bezahlen.
00:10:23: Wir haben dort das sogenannte Funding App, und wir haben dort auch einen regulatorischen Missmatch, weil das Wertpapiergeschäft muss an T plus Eins beliefert oder gezahlt werden.
00:10:35: Das Anteilscheingeschäft kann verkürzt werden – muss aber nicht!
00:10:40: Wir haben da schon diverse Lösungen erarbeitet und würden uns in den nächsten Monaten mit unseren institutionellen Kunden in Verbindung setzen diese Herausforderung zu lösen.
00:10:51: Herr Müller, wie sieht der Mittelhof jetzt aus?
00:10:53: Ja, bei uns im Mittelhof sieht es so aus als dass sich der Kunde darauf verlassen kann was er gewohnt ist eine hohe Abwicklungsqualität und eine standardisierte Vorgehensweise.
00:11:01: wir werden das auch unter den verkürzten Zeitfenstern weiter gewährleisten.
00:11:05: insofern braucht der kunde sich um nichts zu kümmern.
00:11:08: Wir werden dem Rahmen der Umsetzung in diesem Jahr mit unseren operativen Schnittstellen die entsprechenden Lösungen platzieren und damit gewährleistet, dass wir diese Umstellung erfolgreich.
00:11:22: Wir sind bereits gestartet, mit der Kommunikation in Richtung unserer Kunden und Anleger zum Beispiel den Anlageausschusssitzungen das Thema zu platzieren.
00:11:28: Und sind auch schon in Abstimmung mit dem KVG.
00:11:31: Was wir den Kunden mitgeben wollen ist eben die Sensibilisierung für ihn Gelddispositionsprozess in ihrem Hause.
00:11:37: Und wenn ich mir das anschaue und dass die Kunden berücksichtigen, bin ich sicher, dass wir die T-plus eins Umstellung in Deutschland genauso geräuschlos über die Bühne bringen werden wie was mit dem Thema USA und Kanada geschafft
00:11:47: haben.
00:11:48: Herzlichen Dank Herr DB, Herr Müller und Herr Herbst, dass Sie uns dafür sensibilisiert haben, die Verkürzung der Abwicklungszeiten auf T-Plus Eins ab Oktober sieben zwanzig rechtzeitig anzugehen!
00:12:00: Die DK bereitet die Umstellung auf T-plus eins bereits aktiv vor und wird sie ihre Kunden und institutionellen Anleger nach und nach informieren.
00:12:10: Wenn Sie schon heute Ihre Prozesse mit den Kollegen der DK abstimmen möchten, dann sprechen Sie gerne mit unseren Experten der Verwarstelle oder des Assetmanagements.
00:12:20: Die Kontaktdaten dazu finden Sie auf der Webseite unterhalb dieses Videos Und wir freuen uns wie immer über Ihre Fragen, Anregungen und Kritik zur Sendung.
00:12:29: Schreiben Sie gerne an assetsandvalues.de.
00:12:32: Herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal!
00:12:35: DK Institutionell Assets and Values, der Podcast für institutionelle Anleger.